63 Artikel-Hinweise zum Thema Nachhaltigkeit in d
iesem Monat:
- Was nützt grüner Konsum? Wie weit trägt die viel beschworene Macht des Verbrauchers: Können wir
durch den Kauf von Bio-Produkten wirklich zu mehr Nachhaltigkeit und
Klimaschutz beitragen (>>> Frankfurter Allgemeine Zeitung 2.12.12)?
- Bei Exxon wird das Öl knapp: Wie soll die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren an ihren
wichtigsten Treibstoff gelangen? Am Beispiel des Branchenriesen Exxon
zeigt sich: Die Erschließung neuer Ölquellen wird immer teurer und
riskanter (>>> Spiegel 2.12.12).
- Schokolade-Produzenten verweigern Auskunft: Die Erklärung von Bern (EvB) wollte von 19 Schokolade-Produzenten Auskunft über die Menschenrechte. Mehr als die Hälfte schwieg (>>> infosperber 2.12.12).
- Antarktis wächst doch nicht: Lange Zeit dachten Forscher, dass das Eis am Südpol trotz Erderwärmung
zunimmt. Doch laut einer neuen Studie ist das ein Irrtum: Offenbar
schmelzen beide Polkappen (>>> Zeit 1.12.12).
- USA tauchen nicht mehr als Feindbild: Auf dem Klimagipfel in Doha sind die USA der Buhmann. Dabei ist Obamas
Klimabilanz besser als gedacht, schreibt das World
Watch Institute (>>> Zeit 1.12.12).
- Batteriebetrieb konkret gerechnet: Strom aus der Steckdose wird immer teurer. Deshalb machen Eigenversorger
mit Solaranlagen und Kellerspeichern inzwischen ein gutes Geschäft (>>> Solarmedia 1.12.12).
- CO2-Abgabe doppelt so teuer: Die weiteren Schritte zur Reduktion des CO2 in der Schweiz sind geplant. Ab
2014 kostet die Verschmutzung mit einer Tonne des Treibhausgases 60
statt 34 Franken (>>> TA 30.11.12).
- Wie man die Nachhaltigkeit von Unternehmen misst (>>> Wirtschaftswoche Green 30.11.12).
- Nachhaltigste Stadt Deutschlands: Stuttgarts Oberbürgermeister versteht unter Nachhaltigkeit mehr als Umweltschutz und Technologie (>>> Wirtschaftswoche Green 30.11.12).
- Erneuerbare immer günstiger: Sinkende Investitionen für den Einsatz Erneuerbarer Energien verhelfen zu absoluter Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den fossilen und nuklearen - die Energiewende wird kostenmässig ein Vorteil (>>> Solarmedia 30.11.12).
- Globaler Klimarisiko-Index veröffentlicht: 3 asiatische Entwicklungsländer 2011 am härtesten getroffen (>>> sonnenseite.com 30.11.12).
- Zara gelobt Besserung: Bei der spanischen Modekette sollen Kunden in spätestens acht
Jahren mit gutem Gefühl einkaufen können. Bis 2020 will das Unternehmen
alle gesundheits- und umweltschädlichen Chemikalien aus seinen
Kleidungsstücken verbannen. Greenpeace spricht von einem Meilenstein (>>> Spiegel 29.11.12).
- Jetzt fürchtet Samsung um guten Ruf: Apples grösster Konkurrent gerät in die Kritik. Samsung soll schlechte
Arbeitsbedingungen in China dulden – und spricht von
"unangemessenen Methoden" (>>> Zeit 29.11.12).
- Mehr Kohle statt Erneuerbare: Erdöl wird teurer und knapper: Für manche Grund für einen Umstieg, aber zu Kohle statt zu erneuerbaren Energien (>>> oekonews.at 29.11.12).
- Armut - kein Thema für Schweizer Fernsehen: «Why Poverty?» ist ein Fernsehprojekt, das die ganze Welt
umfasst und eine Diskussion über Armut auslösen will. Ohne die Schweiz (>>> infosperber.ch 29.11.12).
- Meeresspiegelanstieg unterschätzt: Der Anstieg des Meeresspiegels hat potenzielle Auswirkungen für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt (mehr >>> sonnenseite.com 29.11.12).
- Migros und Coop waschen Hände in Unschuld: Billige frische Ananas aus Costa Rica haben ihren Preis: Vergiftetes Trinkwasser, kranke Landarbeiter und miserable Löhne (mehr >>> infosperber.ch 29.11.12).
- Tausende von Ohnmachtsanfällen: Der Brand in einer Textilfabrik in Bangladesh zeigt einmal mehr, wie
prekär die Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern sind. Die Erklärung von Bern sagt, was westliche KonsumentInnen tun
können (mehr >>> Tages-Anzeiger 28.11.12).
- Abholzung im Amazonas-Gebiet gebremst: Sie ist auf den niedrigsten Stand seit 1988 gesunken.
Die Regierung spricht von der "einzigen guten Umweltnachricht in diesem
Jahr" - und wird künftig mit Satelliten nach illegalen Zerstörern
fahnden (mehr >>> Spiegel 28.11.12.)
- Wind und Sonne statt Kohle und Atom: Der staatlich-schwedische Stromkonzern
Vattenfall plant Neuinvestitionen nur noch für erneuerbare Energien.
Das liegt auch an neuen Vorgaben der schwedischen Regierung (mehr >>> Spiegel 28.11.12).
- Gute Idee für Schuldenabbau: Die Occupy-Bewegung glänzt mit sinnvoller Tat: Sie kauft
klammen Bürgern Schulden ab – worauf sogar die Tea Party neidisch sein
sollte (mehr >>> Zeit 27.11.12).
- Für Wohl der Firma und bessere Welt: Corporate Social Responsability (CSR) Manager erarbeiten Kampagnen für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und
Bildung. Ihr Ziel: Das Image eines Unternehmens durch gute Taten
verbessern (mehr >>> Zeit 27.11.12).
- Brennende Gier: Der Chef der abgebrannten Textilfabrik in Bangladesch wird von der
Polizei vernommen. Doch die
nächste Fabrik wird brennen, weil wir Konsumenten auf
der Flucht sind - vor der Realität. Ein Kommentar von Stefan Kuzmany (mehr >>> Spiegel 27.11.12).
- Windbranche hofft auf Obama: Die USA sind der weltweit zweitgrößte Markt für
Windräder. Auch Siemens und Nordex haben von üppigen Subventionen
profitiert. Damit soll bald Schluss sein - die Industrie macht mobil (mehr >>> Financial Times Deutschland 27.11.12).
- Atomausstieg nicht auf Kosten des Klimas: Gemäss dem grünen Nationalrat Bastian Girod erlaubt forcierte Effizienz bei der Energiewende die Energie-
und Stromkosten gar zu senken. Zudem profitiert das lokale Gewerbe (mehr >>> Tages-Anzeiger 27.11.12).
- Precious Woods in den Miesen: Die schweizerische Tropenholzspezialistin Precious Woods wird 2012 voraussichtlich mit einem Verlust abschließen. Damit hätten die umfangreichen Maßnahmen zur
Begradigung der finanziellen Schieflage ihr ursprüngliches Ziel bislang
verfehlt (mehr >>> Vorsorgemedia 26.11.12).
- Aus der Traum mit Jatropha: Sie galt als die neue Wunderpflanze der
Biosprit-Industrie. Fonds warben Millionen für Plantagen in Afrika ein.
Doch die Projekte scheitern, das Geld ist weg. Ein Besuch in Mosambik (mehr >>> Financial Times Deutschland 26.11.12).
- USA vor Energieboom im Atlantik: Nach jahrzehntelangem Verbot könnten die USA die Förderung von
Öl und Gas im Atlantik wieder erlauben. Während die Branche das große Geschäft wittert, kommt nicht nur von
Umweltschützern Widerstand (mehr >>> Spiegel 26.11.12).
- Heisse Luft in Doha: Die Entwicklungsländer trauen den Industriestaaten nicht zu, ernsthaft
in den Klimaschutz zu investieren. Ausser minimalen Klimazielen haben
die reichen Länder politisch nichts zu bieten (mehr >>> Tages-Anzeiger 26.11.12).
- Klimawandel in Europa offensichtlich: Der Klimawandel betrifft alle Regionen in Europa und hat umfangreiche
Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt, wie eine Bewertung der
Europäischen Umweltagentur zeigt (mehr >>> Sonnenseite 25.11.12).
- Unsere Zukunft klingt nach Katastrophe: Wir sind jung, kommen aus unterschiedlichen politischen Strömungen und
fordern, dass die Politik endlich anders wird. Ein Manifest (mehr >>> Zeit 25.11.12).
- Mehr als 100 Tote bei Textilfabrikbrand: Die Arbeiterinnen hatten keine Chance - im Erdgeschoss einer
Fabrik in Bangladesch brach Feuer aus, es griff schnell auf die
anderen Etagen über (mehr >>> Spiegel 25.11.12).
- Obama macht von allem etwas: Am Montag beginnt die Klimakonferenz in Doha. Ein neues globales
Abkommen scheint unwahrscheinlich – auch weil der amerikanische
Präsident immer noch auf fossile Energie setzt (mehr >>> Tages-Anzeiger 25.11.12).
- Wanderzirkus Klimakonferenz: Dem Klima geht es immer schlechter, daran wird auch die Konferenz von Doha nichts ändern. Ein Kommentar des Energiepublizisten Franz Alt (mehr >>> Solarmedia 24.11.12).
- Atomzukunft «ungewisser»: Die Stromerzeugung aus
Kernenergie in absoluten Zahlen nimmt laut Hochrechnungen der
Internationalen Energieagentur (IEA) der OECD bis 2035 weiterhin zu,
jedoch verringert sich ihr Anteil am weltweiten Strommix im Zeitverlauf
von 13% auf 12% (mehr >>> Atominfomedia 23.11.12).
- Doha darf nicht zum Basar werden: Nächste Woche startet die Weltklimakonferenz. Im Vorfeld wurden
Berichte der Weltbank, des Umweltprogramms der Vereinten Nationen
(UNEP) und der Europäischen Umweltorganisation (EEA) veröffentlicht. Sie zeigen
die dramatischen Folgen, die das Überschreiten des Zwei-Grad-Ziels
hätte (mehr >>> oekonews.at 23.11.12).
- Höchstes Gebäude der Welt in 90 Tagen in China: Der Spatenstich ist für die nächsten Tage geplant. Dank Hightechisolation, Vierfachverglasung und LED-Beleuchtung soll der
Wolkenkratzer fünfmal weniger Energie verbrauchen als ein herkömmliches
Wohnhaus (mehr >>> Tages-Anzeiger 22.11.12).
- Märchen vom teuren Ökostrom:
Atom- und Kohlestrom wird stärker gefördert als Ökostrom.
Dies zeigt eine Studie des Forums für Ökologisch-Soziale
Marktwirtschaft (mehr >>> infosperber.ch 22.11.12).
- Nördlichen Städten droht der Schlammtod: Sibiriens Eis-Tresor öffnet sich - die gefrorene Erde taut.
Wissenschaftler haben ein Warnsystem installiert, es misst in 600
Löchern Veränderungen im Permafrost-Boden. Städte könnten im Schlamm
versinken (mehr >>> Spiegel 22.11.12).
- Kalifornien profitiert vom Emissionshandel: Der
wirtschaftsstärkste US-Bundesstaat macht ernst mit dem Emissionshandel.
Bei der ersten Auktion kamen mehr als 230 Millionen US-Dollar herein (mehr >>> klimaretter.info 21.11.12).
- Giftige Maschen der Modemacher: Fast Fashion ist Wegwerfmode mit Chemie statt Charme. In einem der weltweit größten Tests hat Greenpeace
Textilien von Modemarken wie Zara, Benetton und Tommy Hilfiger auf
krebserregende oder hormonell wirksame Chemikalien untersuchen lassen (mehr >>> Greenpeace 21.11.12).
- AKW-Stilllegung immer teurer: Die Kosten für die Stilllegung der schweizerischen
Kernkraftwerke, die Nachbetriebsphase und die Entsorgung der
radioaktiven Abfälle betragen neu 20,654 Milliarden Franken (mehr >>> Atominfomedia 21.11.12).
- 1200 Kohlekraftwerke geplant: World
Resources Institute identifies 1,200 coal plants in planning across 59
countries, with about three-quarters in China and India (mehr in Englisch >>> Guardian 20.11.12).
- Ohne Boden ist alles nichts: Fruchtbare
Böden werden weltweit immer knapper. Höchste Zeit zu handeln, sagen
Wissenschaftler, denn ohne Boden gelingt kein Klimaschutz (mehr >>> taz 20.11.12)
- Bocksprünge beim Klima: Diesmal kommt der Alarmruf von der
Weltbank - selbst wenn die Staaten ihre bisher zugesagten
Klimaschutz-Ziele einhalten, droht sich die Atmosphäre um mehr als drei
Grad Celsius zu erwärmen (mehr >>> klimaretter.info 19.11.12).
- Zwei Drittel weniger ist möglich: Der Energiebedarf innerhalb der Europäischen
Union könnte bis zum Jahr 2050 um nahezu zwei Drittel reduziert werden –
und das allein mit energieeffizienten Maßnahmen (mehr >>> klimaretter.info 19.11.12).
- Spielraum für Klimaschutz schrumpft: Es ist unwahrscheinlich, dass die kritische Erderwärmung um mehr als 2 Grad verhindert werden kann (mehr >>> Tages-Anzeiger 18.11.12).
- Umwelt als Machtfaktor: Für
die neue chinesische Regierung ist der Umwelt- und Klimaschutz ein
wichtiger Machtfaktor. Denn die zunehmenden Proteste der Bevölkerung
gegen die Umweltzerstörungen stellen indirekt das Machtmonopol der
kommunistischen Partei in Frage (>>> klimaretter.info 17.11.12).
- Die sterbende Insel: Für Kiribatis Präsidenten ist der Untergang des Inselstaats in der Südsee nur eine
Frage der Zeit. Nicht nur der Klimawandel gefährdet das Land, längst
leben zu viele Menschen dort (>>> Zeit 17.11.12).
- CO2-Rekordausstoss: Die weltweiten Emissionen haben 2011 einen
neuen Rekordwert erreicht: Mit 34 Milliarden Tonnen wurde so viel
Kohlendioxid aus fossilen Energieträgern in die Atmosphäre geblasen wie
noch nie (>>> Solarserver 17.11.12.)
- IKEA's späte Reue: Der Deutschland-Chef von Ikea
musste einräumen, dass politische Gefangene in der DDR für das
schwedische Unternehmen Möbel herstellten. Hinweise gab es schon vor mehr als 30 Jahren (mehr >>> Spiegel 16.11.12).
- Saubere Arbeit bei Persil: Das
deutsche Familienministerium hat ein Firmen-Ranking für Frauenfreundlichkeit
erstellt und ganz oben ist Persil-Hersteller Henkel. Doch der Index ist
umstritten (mehr >>> taz 16.11.12).
- Wind - Energielieferant der Zukunft: Die vierte Ausgabe des Global Wind Energy Outlook
zeigt die entscheidende Rolle der
Windkraft im Kampf gegen den Klimawandel (mehr >>> Solarmedia 15.11.12).
- BP zahlt Milliarden-Busse: Nie zuvor musste ein Unternehmen in den USA eine so hohe Geldbuße
begleichen: 4,5 Milliarden Dollar - so hoch ist die Strafe, die BP für
die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zahlt. (mehr >>> Spiegel 15.11.12).
- Atomlobby freut sich auf Initiative: Während aus der SP Kritik kommt, begrüssen AKW-Befürworter das Volksbegehren für einen Atomausstieg aus taktischen Gründen (mehr >>> TA 15. 11.12).
- Weltweiter CO2-Ausstoß steigt 2011 auf neues Rekordniveau (mehr >>> Sonnenseite 14.11.12)
- Ehre für ökologischen Fussabdruck: Der Basler Mathis Wackernagel hat Formeln entwickelt, mit denen wir
unseren Ressourcenverbrauch berechnen können. Inzwischen lebt er in den
USA – und knüpft Verbindungen zu den Mächtigen der Welt (mehr >>> BaZ 14.11.12)
- In Deutschlands Städten wächst die Armut: In Leipzig,
Dortmund oder Duisburg ist fast jeder Vierte bedürftig. Bessere Werte gibt es im Süden und in Hamburg (mehr >>> Spiegel Online 14.11.12)
- Klimawandel auf dem Teller - WWF-Studien zeigt: Weniger Fleisch ist mehr Klimaschutz (mehr >>> Sonnenseite 14.11.)
- 100 Prozent erneuerbar möglich: Forscher des Fraunhofer-Instituts für
Solare Energiesysteme ISE zeigen: 100 Prozent erneuerbar ist aufgrund wissenschaftlicher Berechnungen möglich - die Politik allerdings muss die Weichen stellen (mehr >>> Solarmedia 13.11.12)
Selbst für die Sauna zu giftig: Neun
Tage nach einem Nickelgrubenunglück in Ost-Finnland warnen die Behörden
vor verseuchtem Wasser. Messungen stehen aus (mehr >>> taz 13.11.).
- Der Kommissar geht um: EU-Energiekommissar
Günther Oettinger stänkert erneut gegen die Förderung erneuerbarer
Energien. Zugriff auf das deutsche Gesetz hat er aber nicht (mehr >>> taz 13.11.)
- Dreckiges Geschäft mit dem Giftmüll - Wie
die Ökomafia mithilfe Schweizer Finanziers und Treuhändern Giftmüll
nach Afrika verschiebt (mehr >>> Tages-Anzeiger 13. 11.12).
^^^ Nach oben
Frühere Hinweise aus 2012 und 2011
Dreckiges Geschäft mit dem Giftmüll
Wie die Ökomafia mithilfe Schweizer Finanziers und Treuhändern Giftmüll
nach Afrika verschiebt. Die Gewinne werden danach in Steueroasen
transferiert und gewaschen
(Tages-Anzeiger 13. November 2012).
2 Grad als Selbstbetrug
Fahrt weniger Auto, dämmt eure Häuser, dann wird der Klimawandel nicht
so schlimm – das haben wir geglaubt. Doch unser Planet wird trotzdem
heiß, trocken und lebensfeindlich werden. Selbst wenn wir radikal
umsteuern
(Zeit 14. Oktober 2012).
Ökostrom vor Durchbruch
Solar- und Windstrom werden sich laut einer
Studie der Unternehmensberatung McKinsey weltweit durchsetzen. Von
derzeit drei Prozent am globalen Strommix wird der Anteil den
Berechnungen zufolge bis zum Jahr 2030 auf fast 20 Prozent
hochschnellen (Financial Times Deutschland 28. September 2012).
Selbstversorger Graciosa
Bisher versorgte sich das Azoren-Eiland Graciosa mit Strom aus
Dieselgeneratoren. Jetzt soll ein Berliner Start-up-Unternehmen die
Stromversorgung umkrempeln: mit Windrädern, Solarmodulen und einer
riesengroßen Batterie (Süddeutsche Zeitung 18. September 2012/12.8.).
Ohne Verluste geht es nicht
Das
Maximum der Ölförderung sei erreicht, sagt der deutsche Energieforscher
Werner Zittel. So viel wie heute wird die Welt nie wieder fördern
(Zeit 16. September 2012).
Preis für Erdöl bald bei 150 US-$?
Die Risiken in der Ölversorgung steigen - Kommunen und Unternehmen sollten sich auf Ölpreis von 150 US$ vorbereiten
(Sonnenseite 11. September 2012).
Umstrittenes Steinbruch-Projekt
Am Walensee ist eine riesige Photovoltaikanlage geplant. Der Eingriff
ins Landschaftsbild wäre massiv. Der Initiator erklärt in einem Video
das Projekt vor Ort
(Tages-Anzeiger 30. August 2012).
Dänemark will mit CO2 Kohle machen
Die Ölfelder in der Nordsee sind
fast leergepumpt. Nun will Kopenhagen unkonventionelle Lager
erschließen - mithilfe der umstrittenen EOR-Technik, bei der
Kohlendioxid unter den Meeresboden gepresst wird (klimaretter.info 25. August 2012).
Ölgeschäft wird immer dreckiger
Öl- und Gaskonzerne erschließen immer riskantere Vorkommen, um unseren
Energiebedarf zu stillen. Die Folgen für Klima, Arbeitssicherheit und
Menschenrechte sind enorm
(Zeit 16. August 2012).
Allgäuer Dorf schafft Energiewende
Ein
Allgäuer Ort produziert mittlerweile dreimal mehr Strom durch Sonne,
Wind und Biomasse, als es selber verbraucht. Die Bürger wurden von
Anfang an bei allen Projekten beteiligt
(NZZ 3. August 2012).
Natürliche Speicher überfordert
Pflanzen, Ozeane und Böden speichern heute doppelt so viel
Treibhausgas wie noch vor 50 Jahren, besagt eine neue Studie. Das
Problem: Die CO2-Emissionen der Menschheit wachsen noch viel schneller
(Spiegel Online 2. August 2012).
Stroh im Tank
Die zweite Generation Agrotreibstoffe verarbeitet Ernteabfälle -
konkurrenziert den Anbau von Lebensmitteln also nicht mehr. Doch die
Hürden bis zur industriellen Produktion sind hoch
(Tages-Anzeiger 10. Juli 2012).
Fataler Sojaboom
Weil
in den Industrieländern immer mehr Fleisch konsumiert wird, müssen
Kleinbauern in Paraguay noch härter um ihr Land kämpfen. Die Pflanzen
des Futtermittels Soja bedecken bereits drei Viertel der
landwirtschaftlichen Fläche, Tendenz steigend. Jetzt brachte der
Konflikt Paraguays Präsidenten Fernando Lugo zu Fall
(klimaretter.info 3. Juli 2012).
Elektrobus-Schock aus China
Sie sind leise, sauber, billig - und kommen ausgerechnet aus
China. Ein Berliner Unternehmer importiert die ersten Elektro-Stadtbusse
aus der Volksrepublik. Experten sind verblüfft, Verkehrsbetriebe
begeistert (Spiegel Online 26. Juni 2012).
Das Dilemma der Grünen
Der grüne Nationalrat Bastien Girod fährt mit dem Velo ins Büro, wo er
dann den Lift benützt. Er glaubt, dass Leute mit solch widersprüchlichem
Verhalten trotzdem mehr für die Umwelt tun als andere
(TA 24. Juni 2012).
Lizenz zur Umweltsünde
Käufer von Bioprodukten sind egoistischer, Besitzer von Minergiehäusern
fliegen häufiger als der Durchschnitt. Studien zeigen, dass menschliche
Schwächen die Bemühungen um Nachhaltigkeit oft durchkreuzen
(TA Online 21. Juni 2012).
CH-Export von Nachhaltigkeit
Wie Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit sich vereinen lassen,
zeigt eine Anlage für Kühlschrank-Recycling im Hinterland von São Paulo
(NZZ Online 20. Juni 2012).
Elektro-Taxi in Flammen
Ein tragischer Unfall wirft ein schlechtes Bild auf die Elektrotaxis BYD in Shenzen
(oekonews.at 29. Mai 2012).
Kein goldenes Gas-Zeitalter
Die
Internationale Energieagentur sieht die Welt auf ein "Goldenes
Zeitalter der Erdgasförderung" zusteuern – durch die Förderung
unkonventionellen Erdgases und die Fracking-Technologie. Fachleute der
Association for the Study of Peak Oil (ASPO) haben große Zweifel an
diesen Zukunftsaussichten
(klimaretterinfo.org 23. Mai 2012).
Mehr Öl und doch teuer
Krisenaufschläge,
künstliche Verknappung, Spekulation – das Spiel mit dem Ölpreis ist
komplex. Die Erschließung neuer Vorkommen macht es nicht einfacher
(Zeit 30. April 2012).
Kraft der Weltmeere als Energiequelle
Die
Nutzung von Gezeiten, Meeresströmungen und Wellen wird jetzt in
industriellem Massstab möglich. Diese Form der Energiegewinnung ist
lange vernachlässigt worden
(Tages-Anzeiger 27. April 2012).
Jahr der Riesen-Wind-Räder
Die
erste Offshore-Windanlage mit einer Leistung von gut 6 Megawatt
steht, weitere sollen in den nächsten Monaten folgen. Ein Ende des
Grössenwachstums ist nicht in Sicht
(NZZ 28. März 2012).
Superbatterie für Solarstrom
In Dietikon bei Zürich geht der grösste Akku der Schweiz ans Netz - ein Pilotprojekt von EKZ und ABB
(SonntagsZeitung 18.3.2012).
Viele gruene Jobs
Nachhaltigkeit
gewinnt an Bedeutung. Der grüne Arbeitsmarkt bietet nicht nur
Ingenieuren und Technikern gute Perspektiven, sondern auch
Quereinsteigern
(Zeit 2.2.2012).
Biosprit aus dem Meer
Im
Wasser bilden sie ganze Wälder, den Strand verschandeln sie als
schleimiges Gestrüpp: Braunalgen. Vielleicht dienen sie bald als
Rohstoff für Biosprit
(Zeit 20.1.2012).
Skepsis gegenüber Atomkraft wächst
Eine
Umfrage der BBC zeigt, dass es rund um die Erde weit weniger Lust
gibt, neue AKWs zu errichten als dies bisher der Fall war
(oekonews.at 13.1.2012).
Windenergie erreicht 2016 Netzparität
Die weltweit effizientesten Windparks produzieren bereits jetzt günstiger Strom als Kohle- oder Erdgaskraftwerke
(oekonews.at 29.11.2011).
Das ewige Eis als Schnee von gestern
Je
intensiver die Wissenschaftler vor der Klimakatastrophe warnen, desto
geringer waren bisher die Erfolgsaussichten der Weltklimakonferenzen.
Und das seit 20 Jahren! Eine Reportage von Franz Alt
(sonnenseite.com 26.11.2011).
Wind im Tank
Der
Wind bläst, wann er will - für die Energiewende ist das ein Problem.
Eine Lösung bieten Hybridkraftwerke: Sie wandeln Ökostrom in Wasserstoff
um, und der lässt sich speichern. Bei Berlin geht eine solche Anlage
nun in Betrieb
(Spiegel Online 25.10.2011).
^^^ Nach oben